Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis Sandstedt

Wesertaufe


 

Seit 2000 organisieren die Kirchengemeinden Sandstedt und Wersabe die Wesertaufe.  Als Pastor Diederichs-Gottschalk in einem verstaubten Schrank im Gemeindehaus  ein historisches Bild der Taufszene Jesu am Jordan fand, war das für ihn so etwas wie ein Zeichen: Die erste Wesertaufe war beschlossene Sache. Damit gehört er zu den Pionieren von See- und Flusstaufen in Deutschland.

 

Doch innerkirchlich hagelte es Kritik. Spektakel, Banalisierung eines heiligen Sakramentes, die Taufe gehört ins Gotteshaus, schimpften leitende Theologen. "Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich die Taufe nach dem biblischen Vorbild am lebendigen Strom erkämpfen musste", erinnert sich Diederichs-Gottschalk. Doch er ließ sich nicht beirren und steigt nun jährlich um den Johannistag am 24. Juni herum barfuß und mit Talar in die Weser.

 

Direkt am Sandstedter Sportboothafen nutzen die Gemeinden  das Gelände des örtlichen Wassersportvereins. „Der Taufplatz ist nach verbürgter Überlieferung der Ort der ersten Kirche in Sandstedt, die um 1050 auf einer Düne am Weserufer als Missions- und Taufkirche errichtet wurde“, berichtet Pastor Diederichs-Gottschalk. „Sie wurde 1419/20 nach verheerenden Sturmfluten am jetzigen Ort in der Ortsmitte neu aufgebaut.“

 

Bei der Wesertaufe werden keine Babys getauft, sondern Jugendliche und Erwachsene. „Damit wird der ursprüngliche Charakter der Johannistaufe betont: Die Täuflinge entscheiden selber über ihre Taufe und bereiten sich darauf vor. So bleibt ihnen eine lebendige Erinnerung an den Beginn ihres Christentums.“

 

Im Anschluss gibt es immer ein gemeinsames Picknick mit allen  Gottesdienstbesuchern am Strand.


Und hier die Bilder von der Wesertaufe 2014 mit Pastor Rösler und Pastor Kieseritzky.

Wesertaufe 2016


11 Täuflinge wurden im Jahre 2016 am 19. Juni  von Frau Pastorin Stuckrad-Barre aus Hagen, Pastor Flake aus Bramstedt und Pastor Rösler aus Sandstedt getauft.